Paukenschlag in der gestrigen außerordentlichen Ortsbeiratssitzung: Was jahrelang als utopisches Hirngespinst galt, wird nun Realität. Um der Trockenheit vorzubeugen und den Tourismus zu revolutionieren, wird das Eisenbachtal gestaut. Eisenbach erhält offiziell seinen eigenen Stausee.
In einer historischen Sitzung wurde das Großprojekt „Ems-Marina Eisenbach“ gestern Abend verabschiedet. Es ist die letzte große Amtshandlung des scheidenden Ortsvorstehers Lothar „Lo“ Siegmund, der sich mit diesem Paukenschlag aus dem Amt verabschiedet. „Ich wollte dem Dorf etwas hinterlassen, das über Generationen hinweg Wellen schlägt“, so Siegmund sichtlich bewegt.
Zabel bremst Euphorie: Zwei Varianten im Spiel
Bürgermeister Benjamin Zabel dämpfte die allgemeine Euphorie jedoch mit einem wichtigen Hinweis: Die endgültige Form des Sees steht noch nicht fest. „Wir prüfen aktuell zwei Varianten“, so der Rathauschef.
- Variante A („Die Große Lösung“): Eine Flutung bis weit ins Oberdorf, die Eisenbach zum größten Binnengewässer im Taunus machen würde.
- Variante B („Die Event-Lagune“): Ein kompakteres Becken mit Fokus auf Wassersport und Gastronomie.
„Eine Entscheidung fällt erst nach der heutigen Schlamm-Prüfung durch die Bürger“, stellte Zabel klar.
Staumauer am Sportplatz: Das neue „Tor zum Wasser“
Fest steht jedoch der Standort des Bauwerks: Die gewaltige Staumauer wird etwa unterhalb der Höhe des Sportplatzes errichtet. Während die Fußballer des TuS Eisenbach künftig wohl auf Wasserball umsteigen müssen, entsteht dahinter eine Wasserfläche, die den gesamten Talgrund flutet.
Wertsteigerung in der Waldstraße: Sanierung hinfällig
Besonders für die Anwohner der Waldstraße ändert sich alles: Durch die Stauung liegen die Häuser dort künftig direkt am Seeufer. Immobilienexperten sind sich einig: Der Marktwert der Grundstücke wird sich durch die exklusive Wasserlage mindestens verdoppelt.
Ein positiver Nebeneffekt für die Gemeindekasse: Die lang geplante und umstrittene Sanierung der Waldstraße ist damit hinfällig. „Warum Asphalt flicken, wenn man dort bald wunderbar paddeln kann?“, kommentierte ein Sprecher der Bauverwaltung. Die Straße wird schlichtweg zur Uferpromenade umgewidmet.
Bernd Hartmann sichert sich die Pole-Position
Die lokale Prominenz lässt nicht lange auf sich warten. Bernd Hartmann zeigte sich in einer ersten Stellungnahme begeistert von den neuen nautischen Möglichkeiten. Er fackelte nicht lange und gab bekannt, dass er bereits einen privaten Bootsanleger in Auftrag gegeben habe. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – oder segelt zuerst“, so Hartmann schmunzelnd.


Die Eckdaten der „Ems-Marina“ im Überblick
| Feature | Planung |
| Lage der Mauer | Höhe Sportplatz |
| Top-Lage | Waldstraße (Direktes Seeufer, Wertverdopplung) |
| Status | Entscheidung zwischen zwei Varianten (nach Zabel) |
| Vorteil | Wegfall der Straßensanierung Waldstraße |
„Ich habe mir schon ein Stand-Up-Paddle-Board mit dem Eisenbacher Wappen bestellt. Die Waldstraße war gestern, die Wald-Riviera ist die Zukunft!“ — Ein euphorischer Anwohner.
Wichtiger Hinweis für die Bürger
Um das Projekt schnellstmöglich zu realisieren, werden alle Eisenbacher gebeten, am heutigen 1. April ab 14:00 Uhr mit einem gefüllten 10-Liter-Eimer am Sportplatz zu erscheinen. Durch diese symbolische „Erstbefüllung“ soll die Dichtigkeit der Staumauer unter den Augen von Lo Siegmund und Benjamin Zabel getestet werden.
