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	<title>Glosse Archive &#187; UWE News</title>
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	<title>Glosse Archive &#187; UWE News</title>
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		<title>Der Spitzenkandidat als Platzhalter: Stimmen sammeln, Sitz abgeben.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[No]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 10:52:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt in der Politik Dinge, die sind so charmant absurd, dass man sie fast schon wieder lieben muss. Zum Beispiel Spitzenkandidaten, die mit vollem Einsatz antreten – und gleichzeitig [&#8230;]</p>
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<p>Es gibt in der Politik Dinge, die sind so charmant absurd, dass man sie fast schon wieder lieben muss. Zum Beispiel Spitzenkandidaten, die mit vollem Einsatz antreten – und gleichzeitig ziemlich genau wissen, dass sie den Sitz, um den sie werben, niemals einnehmen werden.</p>



<p>Im Landkreis Limburg-Weilburg führt der Landrat Michael Köberle (CDU) seine Partei als Spitzenkandidat in die Kreistagswahl. Sein Stellvertreter Jörg Sauer (SPD) macht das Gleiche für seine Seite. Große Namen, viel Erfahrung, ordentlich Strahlkraft. Klingt nach Verantwortung. Nach „Wir gehen voran“.</p>



<p>Nur mit dem kleinen Haken, dass beide gar nicht vorangehen können. Denn wer Landrat ist, kann nicht gleichzeitig Kreistagsabgeordneter sein, ohne sein Amt aufzugeben. Und niemand erwartet ernsthaft, dass im Landratsbüro plötzlich das Licht ausgeht, nur weil ein Stuhl im Kreistag frei wird.</p>



<p>Es ist ein bisschen wie ein Autohändler, der mit einem Ferrari im Schaufenster wirbt und dann bei Vertragsabschluss sagt: „Der war nur fürs Auge, aber der Kleinwagen dahinten fährt auch.“</p>



<p>Formal ist das natürlich alles korrekt. Rechtlich sauber. Völlig erlaubt. Man darf kandidieren, auch wenn man das Mandat später nicht annimmt. Es steht ja nirgends, dass ein Spitzenkandidat am Ende tatsächlich im Kreistag sitzen muss. Wäre ja auch zu einfach.</p>



<p>Der Trick funktioniert auch ziemlich zuverlässig: Ein bekannter Name vorne auf der Liste zieht Stimmen. Vertrauen, Bekanntheit, ein bisschen Autorität – das macht sich gut auf dem Stimmzettel. Und wenn die Wahl vorbei ist, rückt halt jemand nach, der vorher eher in der zweiten Reihe stand. Demokratisches Stühlerücken mit System.</p>



<p>Man könnte das Ganze auch als eine Art politisches Schaufenster bezeichnen. So strahlen uns die großen Namen Köberle und Sauer auch in Selters von den großen Plakaten an, geschniegelt und gestriegelt, und hinten im Lager packen die eigentlichen Mandatsträger schon mal die Aktenkoffer aus.</p>



<p>Besonders interessant in dieser Konstruktion: jeder weiß es, keiner sagt es so laut. Die Kandidaten wissen, dass sie nicht in den Kreistag gehen werden. Die Parteien wissen es. Viele Wähler ahnen es. Und trotzdem läuft das Spiel jedes Mal wieder, als wäre es das Normalste der Welt.</p>



<p>Man kann das clever nennen. Man kann es Strategie nennen. Man kann es auch einfach ehrlich benennen: ein politisches Versprechen mit eingebautem Rückzieher.</p>


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		<title>Amtsschimmel auf Bahn eins</title>
		<link>https://uwe-news.de/amtsschimmel-auf-bahn-eins/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[No]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2025 14:26:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal hat man das Gefühl, Gemeinden würden sich von einem geheimen Handbuch leiten lassen:Kapitel 1: „Lass die Bürger nie zu glücklich werden.“Kapitel 2: „Wenn Eigeninitiative droht, sofort Verkehrssicherungspflicht ausrufen.“ Fallbeispiel: [&#8230;]</p>
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<p>Manchmal hat man das Gefühl, Gemeinden würden sich von einem geheimen Handbuch leiten lassen:<br><strong>Kapitel 1:</strong> „Lass die Bürger nie zu glücklich werden.“<br><strong>Kapitel 2:</strong> „Wenn Eigeninitiative droht, sofort Verkehrssicherungspflicht ausrufen.“</p>



<p>Fallbeispiel: Ein Bürger, nennen wir ihn Uwe K., Mitglied einer unabhängigen Wählergemeinschaft, findet im Wald eine verschollene Minigolfanlage. Jahrzehnte vom Laub verschluckt, von der Gemeinde vergessen. Der Mann fragt vorher brav beim Bürgermeister nach, ob er sie freilegen dürfe. Antwort: <em>„Klar, mach mal.“</em></p>



<p>Monatelang ackert Uwe wie ein Archäologe. Indiana Jones hätte längst aufgegeben, der Bauhof sowieso. Sieben Bahnen am Waldrand erwachen zu neuem Leben. Es folgt ein großes Event – Motto „Jäger des verlorenen Schatzes“. Tolle Stimmung, lachende Kinder, glückliche Bürger. Und irgendwo in der Verwaltung klingelt leise eine Alarmglocke: <em>„Achtung! Spaß in der Gemeinde! Stoppen! Stoppen!“</em></p>



<p>Und so kommt die <strong>Verkehrssicherungspflicht</strong> ins Spiel – ein deutscher Verwaltungsjoker, der jedes Vorhaben zuverlässig in Beton gießt. Plötzlich gilt die Anlage als lebensgefährliche Todeszone. Tödliche Äste lauern in den Baumkronen, der Untergrund ist eine Katastrophe, und wer weiß, ob nicht unter Bahn drei ein spontanes Erdbeben droht. Lösung: regelmäßiges Absichern durch einen externen Anbieter für ein paar Tausender jährlich – oder ein Schild: <em>„Betreten verboten“</em>.</p>



<p>Vorher, als dort noch Gestrüpp und Wildwuchs regierten, durfte jeder hinein – offenbar fielen Äste damals noch nach oben. Erst frisch freigelegte Bahnen scheinen sie magisch in Richtung Erdanziehung zu ziehen.</p>



<p>Ein Schild „Auf eigene Gefahr“? – Lächerlich! Schließlich bestehe hier „besonderes Bürgerinteresse“. Übersetzt: Wenn’s den Leuten gefällt, ist es besonders gefährlich.</p>



<p>Als Uwe damals um Erlaubnis bat, hat niemand etwas davon erwähnt. Aber klar: Erst mal die Arbeit machen lassen – und wenn’s fertig ist, mit der ganz großen Verwaltungskeule draufhauen. Im Handbuch heißt das „strategische Bürgerbeteiligung“.</p>



<p>Fazit: Der Schatz ist geborgen, aber unter einem Berg aus Paragrafen, Sitzungsprotokollen und politischem Gezänk wieder vergraben. Die größte Gefahr im Wald ist nicht der Ast über Bahn fünf – sondern der Amtsschimmel, der seit Wochen davorsteht und wiehert. Vielleicht sollte man ihn einfach ins Spiel integrieren. Neues Hindernis: <strong>Bürokratie</strong>.<br />Schwierigkeitsgrad: unendlich.</p>
<p><em>Frank Noll</em></p>
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		<title>Kulturgut in die Nationalbibliothek – oder: Wie wir Weltliteratur wurden</title>
		<link>https://uwe-news.de/kulturgut-in-die-nationalbibliothek-oder-wie-wir-weltliteratur-wurden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[No]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2024 09:12:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es flatterte neulich ein Brief in die „Redaktion“ der „UWE News“, den man wohl am ehesten als Ritterschlag verstehen könnte. Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) – ja, die größte Bibliothek Deutschlands, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es flatterte neulich ein Brief in die „Redaktion“ der „UWE News“, den man wohl am ehesten als Ritterschlag verstehen könnte. Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) – ja, die größte Bibliothek Deutschlands, ja, eine der bedeutendsten Sammlungen im deutschen Sprachraum – hat uns, UWE, die Wählergemeinschaft einer kleinen Gemeinde im Taunus, gebeten, zwei unserer raren und hart umkämpften Exemplare der „UWE News“ zur Archivierung nach Frankfurt zu senden. Schließlich, so die Begründung, sei es ihre vordringlichste Aufgabe, das Kulturgut Deutschlands zu sammeln und für die Nachwelt zu bewahren.</p>



<p>Unsere erste Reaktion? Ehre, wem Ehre gebührt, natürlich! Und doch&#8230; ein winziges bisschen Verwunderung mischte sich dazu. Immerhin ist die „UWE News“ ein Meisterwerk regionaler Berichterstattung, die es nur einmal im Jahr gibt, in unserer eigenen kleinen Gemeinde. Aber dass sie nun so berühmt geworden sein soll, dass sie in die heiligen Hallen der Nationalbibliothek einzieht? Wer hätte das gedacht!</p>



<p>Man stelle sich vor, wie ein zukünftiger Germanistikstudent nach stundenlanger Suche durch die hohen Regale der DNB schließlich auf die „UWE News“ stößt – zwischen Goethe und Grass, vielleicht. Ein solches Lächeln kann man sich gar nicht verkneifen! Würde er dann über die Straßen-Sanierung der K511 oder den leidenschaftlichen Kommentar zur Rechtschreibung schmunzeln? Oder die Zeilen über die Aufregung wegen des Fotos von vier Mitgliedern des Ortsbeirates auf dem einzigen Eisenbacher Zebrastreifen?</p>



<p>Wir fühlen uns zutiefst geehrt, dass unsere kleine Publikation nun Teil des gesamtdeutschen Kulturguts sein wird – als wenn aus einem kleinen Dorfbach plötzlich ein Fluss des Wissens würde, der ins große Meer der Literatur mündet. Aber die Frage bleibt: Wie zur Hölle hat die DNB eigentlich von uns erfahren? War es eine literarische Detektivin, die heimlich durch unsere Straßenzüge geschlichen ist? Ein Tippgeber aus der Nachbargemeinde? Oder hat die „UWE News“ wirklich diesen ungeahnten Einfluss, dass sie bis ins ferne Leipzig und Frankfurt vorgedrungen ist?</p>



<p>Doch bevor wir uns allzu viele Fragen stellen und anfangen, Detektive zu engagieren, bleiben wir schlicht stolz. Die „UWE News“ – offiziell Kulturgut. Ab jetzt wird wohl kaum jemand mehr behaupten können, dass lokale Politik niemanden interessiert.</p>
<p><em>Frank Noll</em></p>
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